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Montag, November 28, 2022

Fische zählen – bewiesen

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Gaston de Persigny
Gaston de Persigny
Gaston de Persigny - Reporter bei The European Times News

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Neue Forschungen zeigen, dass Fische in der Lage sind, einfache mathematische Probleme zu lösen, genau wie Menschen!

Forscher aus Deutschland haben herausgefunden, dass sowohl Buntbarsche als auch Stachelrochen kleine Aufgaben erkennen und berechnen können, ohne zählen zu müssen – so wie man sein kleines Geld auf dem Tisch betrachtet, berichtet „Study Finds“.

„Wir haben Tieren beigebracht, einfache Additionen und Subtraktionen durchzuführen“, sagt Dr. Vera Schlüssel vom Institut für Zoologie der Universität Bonn in einer Pressemitteilung. „Dabei mussten sie den Ausgangswert um eins erhöhen oder verringern.“

Obwohl einige Fische wegen ihrer Gedächtnisdauer – die nur drei Sekunden dauern kann – „Narren des Tierreichs“ nennen, zeigt die neue Studie ihre Fähigkeit, von eins bis fünf zu sammeln und zu subtrahieren.

Ihre Rechenfähigkeiten sind auf dem Niveau anderer Arten von Wirbellosen und Wirbeltieren, und Experten beginnen zu vermuten, dass sie so intelligent sind wie Vögel und Säugetiere.

In den Experimenten trainierte das Team die Tiere darauf, Blau und Gelb als Symbole für Addition oder Subtraktion mit einem Faktor von eins zu erkennen. Acht der Fische waren Süßwasserrochen und der Rest Buntbarsche. Bei den Experimenten bedeutete blau „eins addieren“ und gelb „eins subtrahieren“.

Die Autoren der Studie zeigten jede der Fischkarten mit Figuren, die die eine oder andere Farbe in ihrem Aquarium darstellten, und präsentierten ihnen dann zwei Türen. Sie enthielten Zeichen mit unterschiedlich vielen Ziffern – eine davon war die richtige mathematische Antwort. Wenn ein Fisch beispielsweise drei blaue Figuren sieht, addiert er eins zu drei und schwimmt durch die Tür, die vier Figuren darstellt – und erhält eine Futterbelohnung für die richtige Antwort.

Sechs Buntbarsche und drei Stachelrochen haben gelernt, Blau mit Addition und Gelb mit Subtraktion zu assoziieren. Im Durchschnitt benötigten die Buntbarsche 28 Stunden, um die Matheaufgaben zu lösen und die Stachelrochen 68 Stunden. Insgesamt schnitten sie gut ab, obwohl das Sammeln leichter zu verdauen war. Insgesamt ist der Erfolg der Cichliden unterschiedlich und sie reagieren in 296 von 381 Tests richtig (78%). Gleichzeitig reagierten die Stachelrochen auf 169 von 180 (94 %). Beim Subtraktionstest reagierten Cichliden richtig auf 264 von 381 (69 %), während Stachelrochen auf 161 von 180 (89 %) richtig reagierten.

Das Team stellt fest, dass ihre Ergebnisse überraschend sind, da mathematische Fähigkeiten keinen offensichtlichen Nutzen für beide Arten haben.

„Keine der Arten nistet, noch liegen Informationen über Vorlieben bestimmter sozialer Gruppen vor“, so die Forscher.

Es ist jedoch möglich, dass Fische, die gut in Mathematik sind, wichtige Umweltvorteile haben, die Wissenschaftler noch nicht entdeckt haben.

„Arithmetische Fähigkeiten könnten eines von vielen kognitiven Nebenprodukten sein, die nützlich sind, um die individuelle Erkennung zu verbessern (z. B. durch Verwendung phänotypischer Merkmale) oder dabei helfen, sich ändernde Umwelt- oder soziale Bedingungen zu erkennen“, erklärt das Team. „Da beide Arten in komplexen Lebensräumen leben (felsige Seen und Korallenriffe), ist ein gewisses Maß an Verhaltensflexibilität überlebenswichtig.“

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