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Sonntag, August 14, 2022

EUROPOL: 487 mögliche Opfer verschiedener Arten der Ausbeutung, die während der EU-weiten gemeinsamen Aktionswoche identifiziert wurden

514 Arbeitgeber, die mit arbeitsrechtlichen Verstößen in der gesamten EU in Verbindung gebracht werden

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Vom 15. bis 21. Juni 2022 fand eine EU-weit koordinierte Aktionswoche zum Thema Menschenhandel zum Zweck der Ausbeutung der Arbeitskraft und damit zusammenhängender Straftaten statt. Die von Europol unterstützten Aktionstage wurden von den Niederlanden geleitet und von Frankreich, Italien, Rumänien und den USA gemeinsam geleitet Großbritannien und beteiligten insgesamt 29* Länder sowie die Europäische Arbeitsbehörde und die Europäische Kommission.

Ein breites Spektrum von Strafverfolgungsbehörden, darunter Polizei, Einwanderungs- und Grenzschutz, Arbeitsaufsichtsbehörden und Steuerbehörden, beteiligte sich an den koordinierten operativen Maßnahmen.

Diese koordinierten Maßnahmen wurden im Rahmen der europäischen multidisziplinären Plattform gegen kriminelle Bedrohungen, bekannt als EMPACT, durchgeführt. EMPACT wurde gegründet, um die Synergien zwischen verschiedenen Institutionen zur Bekämpfung schwerer und organisierter Kriminalität zu verbessern, und hat die Zusammenarbeit zwischen Strafverfolgungs- und Regulierungsbehörden im Kampf gegen die Ausbeutung der Arbeitskraft ermöglicht.

Die Aktionswoche mobilisierte fast 18 500 Beamte, die mehr als 10 467 Orte, 32 525 Fahrzeuge und mehr als 86 000 Personen durchsuchten, um verschiedene Ordnungswidrigkeiten und Straftaten aufzudecken. Diese Kontrollen führten zur Aufdeckung einer beträchtlichen Anzahl von Unternehmen, die mit Verstößen gegen das Arbeitsrecht in Verbindung gebracht wurden.

Bei den Inspektionen wurden etwa 500 Personen identifiziert, die Schwarzarbeit geleistet hatten. Das bedeutet, dass die betreffenden Arbeitgeber nicht dafür gesorgt haben, dass ihre Arbeitnehmer Zugang zu Gesundheitsversorgung, Unfallversicherung oder anderen sozialen Leistungen und Rechten haben, die ihnen nach dem Arbeitsrecht zustehen.         

Die Aktionswoche führte zu:

  • 59 Verhaftungen;
  • 487 mögliche Opfer verschiedener Arten von Ausbeutung identifiziert; 
  • Etwa 1 100 Beschäftigte von Arbeitsrechtsverletzungen betroffen;
  • 514 Arbeitgeber mit Arbeitsrechtsverletzungen in Verbindung gebracht;
  • 34 gefälschte Dokumente entdeckt;
  • ~80 neue Untersuchungen eingeleitet;
  • 715 neue Inspektionen/Verwaltungsuntersuchungen.

Restaurants, Gesundheitswesen und der Bergbausektor auf dem Prüfstand 

Die diesjährigen Inspektionen konzentrierten sich auf eine Reihe arbeitsintensiver Sektoren wie Bergbau, häusliche Pflegedienste, Nagelstudios, Reinigungsdienste, Restaurants und Lebensmittellieferdienste. Vietnamesische Staatsangehörige sind besonders anfällig für Arbeitsausbeutung, vor allem in Nagelstudios. Auch die häusliche Krankenpflege ist ein Bereich, der für Ausbeutung anfällig ist.

Dies ist besonders schwer zu erkennen, da es hinter verschlossenen Türen von Haushalten geschieht. Osteuropäische Staatsangehörige werden häufig Opfer häuslicher Knechtschaft, mit Berichten über Fälle in Spanien, Italien, den Niederlanden und dem Vereinigten Königreich. Die Behörden konzentrierten sich auch darauf, die mögliche Ausbeutung ukrainischer Flüchtlinge aufzudecken.   

*Teilnehmende Länder

EU-Mitgliedstaaten: Österreich, Belgien, Bulgarien, Kroatien, Zypern, Tschechien, Dänemark, Finnland, Frankreich, Deutschland, Griechenland, Ungarn, Irland, Italien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Niederlande, Polen, Portugal, Rumänien, Slowakei, Slowenien , Spanien, Schweden.
Drittländer: Norwegen, Schweiz, Ukraine und Vereinigtes Königreich.

Europol koordinierte die Aktionstage und erleichterte den Informationsaustausch zwischen den teilnehmenden Ländern. Europol leistete rund um die Uhr analytische und operative Unterstützung und erleichterte den Echtzeit-Kommunikationsaustausch zwischen den teilnehmenden Behörden.

Europol hat seinen Hauptsitz in Den Haag, Niederlande, und unterstützt die 27 EU-Mitgliedstaaten bei ihrem Kampf gegen Terrorismus, Cyberkriminalität und andere Formen der schweren und organisierten Kriminalität. Europol arbeitet auch mit vielen Nicht-EU-Partnerstaaten und internationalen Organisationen zusammen. Von seinen verschiedenen Bedrohungsanalysen bis hin zu seinen nachrichtendienstlichen und operativen Aktivitäten verfügt Europol über die Instrumente und Ressourcen, die es benötigt, um seinen Teil dazu beizutragen, Europa sicherer zu machen.

Teil des EU-Politikzyklus – Empact

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