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Montag, September 26, 2022

Methan, Treibhausgase, Vieh und wie Neuseeland Landwirte besteuern wird

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Gaston de Persigny
Gaston de Persigny
Gaston de Persigny - Reporter bei The European Times News

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Die neuseeländische Regierung beabsichtigt, eine Treibhausgassteuer auf Düngemittel- und Tierproduktion einzuführen. Die National Association of Farmers begrüßte das Projekt, warnte aber davor, die Landwirte zu stark zu belasten, schreibt agrarheute.com.

Neuseeland will bis 2050 klimaneutral werden. Dieses Ziel zu erreichen, ist ohne einen signifikanten Beitrag der Landwirtschaft unmöglich, da ihr Anteil fast 50 % aller im Land erzeugten Treibhausgase ausmacht. Gemeinsam mit Bauernverbänden entwickelt die Regierung derzeit einen „Aktionsplan zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen in der Landwirtschaft“.

Beamte und Vertreter des Agrarsektors haben sich grundsätzlich darauf geeinigt, dass ab 2025 auf der Ebene der landwirtschaftlichen Betriebe die Menge der Treibhausgase registriert wird und die Tierhalter für das Recht zur Verschmutzung der Atmosphäre zahlen. Bei Einführung der neuen Steuer stellt der Staat zunächst 95 % der Umweltverschmutzungsprämie kostenlos zur Verfügung.

Nach Angaben des neuseeländischen Umweltministeriums würde die entsprechende Steuer für Landwirte bei der derzeitigen Höhe der Treibhausgassteuer von 16.50 €/Tonne CO2 nur 0.6 Cent pro Kilogramm produziertem Rindfleisch oder Milchpulver betragen und weniger als 1 Cent für Hammel.

Darüber hinaus werden die Verwaltungskosten und die Kosten der Landwirte zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen berücksichtigt. Wenn beispielsweise die Emissionen unter der festgelegten Norm liegen oder Landwirte Umweltmaßnahmen wie das Pflanzen von Bäumen durchführen, erhalten sie eine Entschädigung aus dem Budget.

Bis 2025 soll in allen landwirtschaftlichen Betrieben und Verarbeitungsbetrieben für Fleisch und Milch ein System zur Kontrolle der Treibhausgasemissionen eingeführt werden.

Neuseelands Landwirtschaftsminister Damien O'Connor lobte die Zusammenarbeit zwischen Regierung und Landwirtschaft beim Klimaschutz.

Andrew Hoggard, der klimapolitische Vertreter der National Farmers Union, begrüßte seinerseits den Plan, warnte jedoch davor, eine Überlastung des Agrarsektors zu vermeiden.

Dieser Preis sollte Anreize schaffen, die Methanproduktion zu reduzieren, ähnlich wie beim Übergang zu Elektroautos, sagt er.

Leider gibt es keine „elektrischen Schafe“, sodass Tierhalter nach anderen Möglichkeiten suchen müssen, um die Emissionen zu senken.

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