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Freitag, Dezember 2, 2022

Notizen zum Konzil von Florenz, 1438-39

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Petar Gramatikow
Petar Gramatikowhttps://www.europeantimes.news
Dr. Petar Gramatikov ist Chefredakteur und Direktor der European Times. Er ist Mitglied der Union der bulgarischen Reporter. Dr. Gramatikov verfügt über mehr als 20 Jahre akademische Erfahrung an verschiedenen Hochschulen in Bulgarien. Er untersuchte auch Vorlesungen zu theoretischen Problemen der Anwendung des Völkerrechts im Religionsrecht, wobei ein besonderer Fokus auf die rechtlichen Rahmenbedingungen der Neuen Religionsbewegungen, die Religionsfreiheit und Selbstbestimmung sowie die Staat-Kirchen-Beziehungen für plurale gelegt wurde -ethnische Staaten. Neben seiner beruflichen und akademischen Erfahrung verfügt Dr. Gramatikov über mehr als 10 Jahre Medienerfahrung, wo er als Redakteur der vierteljährlichen Tourismuszeitschrift „Club Orpheus“ – „ORPHEUS CLUB Wellness“ PLC, Plovdiv; Berater und Autor religiöser Vorträge für die Fachrubrik für Gehörlose des bulgarischen Nationalfernsehens und akkreditierte Journalistin der öffentlichen Zeitung „Help the Needy“ des Büros der Vereinten Nationen in Genf, Schweiz.

Mehr vom Autor

Aus der anonymen byzantinischen Chronik Nr. 104:

Die Übersetzung basiert auf der Ausgabe von P. Schreiner – „Short Byzantine Chronicles“ (Peter Schreiner. Die byzantinischen Kleinchroniken. Teil I-III. Wien. 1977-79) – Item 1 S.661-663 (griechischer Text) und Item 3 Seite 135 (deutsche Übersetzung).

Handschriften: Athen, Benaki-Museum, 19, 417V.

Ausgaben: Lambros, Siloge Nr. 115 (S.156-157).

Text:

1. Im Jahr 6946 – 1437 – 21. Dezember kamen der Patriarch von Konstantinopel, Joseph1, von Modon, und 29 Metropoliten und Bischöfe, und mit ihnen auch andere Priester aus dem Klerus der „Heiligen Sophia“, Äbte und Laien und Despot Dimitar2 . Sie kamen alle mit einer kaiserlichen Galeere und 3 der Päpste an. Sie blieben 14 Tage in Modon.

2. Im selben Monat, am 28., kam der Kaiser Cyrus John3 mit einem Heer von Pylos. Und am 3. Januar ging der Patriarch und alle Mitglieder der Synode gingen nach Pylos, wo Kaiser John war.

3. Am 1439. November 16 trafen Gabriel Barbarigo, Kaiser Johann und alle Mitglieder der Synode auf dem Schiff in Modon ein. Und er verlegte den Kaiser und seinen Bruder auf dem Landweg nach Mantene.

4. Und am 23. November desselben Jahres feierte der lateinische (fränkische)4 Bischof mit seinen Priestern die Messe. Und der römische5 Bischof und Klerus veranstalteten an diesem Tag keine Messe; die Lateiner (Franken) und die Römer machen nur eine Umarmung im lateinischen Fleisch. Und am 24. dieses Monats feierte in der Kirche des Heiligen Johannes des Theologen der römische Bischof Josephus mit dem weltlichen Namen Kontaratos eine Messe, und alle Geistlichen und die ganze Stadt, die im Innern und aus der Umgebung leben, Lateiner und Römer. Und sie nahmen auch geweihtes Brot – der Kommandant der Festung und alle Diener und ihre Frauen, wie die Römer.

5. Die Versöhnung der Kirchen fand im Jahre 14396 unter dem glücklichen Papst von Rom, Eugenius, statt.

6. Der Patriarch von Konstantinopel starb in Florenz,

7. und Metropolit von Sardes.

8. Die Latiner trennten sich von uns und wurden im Jahre 62867 exkommuniziert.

Hinweise:

1. Patriarch Joseph II. Shishman (1416-1439).

2. Bruder des byzantinischen Kaisers Johannes VIII.

3. Kaiser Johannes VIII. Paleologos (1425-1448).

4. Im griechischen Text werden die Lateiner Franken genannt.

5. Schreiner hat Roman, was einige Verwirrung stiftet. Im Mittelalter nannten ausländische Autoren (darunter auch bulgarische) die Byzantiner gewöhnlich „Griechen“. Die Byzantiner selbst, die als Nachfolger des Oströmischen Reiches galten, wurden Römer genannt. Um Verwirrung in der bulgarischen Sprache zu vermeiden, werden die Byzantiner normalerweise als Romai statt als Römer bezeichnet.

6. Es geht um die geschlossene kirchliche Vereinigung des Ferrero-Florentiner Konzils (ökumenisches Konzil der römisch-katholischen Kirche, 1438–45).

7. Wir sprechen über das Große Schisma von 1054, bei dem sich die östlichen und westlichen Kirchen spalteten.

Foto: Ikone der 70 Apostel

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