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Montag, September 26, 2022

Welche Fähigkeiten und Perspektiven brauchen interreligiöse Friedensstifter?

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Diese Initiative der Vereinten Religionen (URI) Leitfaden für interreligiöse Friedenskonsolidierung zur Unterstützung der grundlegenden Arbeit zur Bildung und Aufrechterhaltung interreligiöser Gruppen beginnt mit Methoden zur Förderung von Toleranz, Respekt und Verständnis zwischen Menschen unterschiedlichen Glaubens und zum Abbau von Vorurteilen und Stereotypen. Es zielt darauf ab, Fähigkeiten aufzubauen, um ein sicheres, produktives Gruppenumfeld zu schaffen und aufrechtzuerhalten, einschließlich der Entscheidungsfindung, der Schaffung einer gemeinsamen Vision, der Entwicklung einer gemeinsamen Führung und der allgemeinen Kommunikation. Für Gruppen, die in ihrer Gemeinde oder darüber hinaus nach außen aktiv werden möchten, umfasst es eine Reihe von Praktiken zur Friedensförderung, die Optionen bieten, die auf die Fähigkeiten und Interessen der meisten interreligiösen Basisgruppen abgestimmt werden können.

Dieser Leitfaden stellt einen Ansatz zur Friedensförderung vor, der sich auf die positive Kraft und das Potenzial der Menschen konzentriert – die jedem menschlichen System innewohnenden Friedenskapazitäten – und den analytischen Fokus auf dieses positive Potenzial lenkt, um es effektiver zu mobilisieren. Es kombiniert das Teilen von neuem Wissen und das Ausschöpfen von Erfahrung und Weisheit innerhalb der Gruppe in einer kraftvollen Kombination, die Vertrauen und Kreativität in der interreligiösen Friedenskonsolidierung aufbaut.

Es ergänzt bestehende Methoden der Friedensförderung durch eine einzigartige interreligiöse Perspektive mit drei Phasen: (1) Wir beschäftigen uns mit tiefer persönlicher Reflexion und verankern uns tief in unserer eigenen Glaubenstradition. (2) Aus Wertschätzung und Respekt vor uns selbst und anderen entwickeln wir unsere Fähigkeit, mit unseren Unterschieden umzugehen. (3) Wir wenden unser Wissen und unsere Erfahrung an, um aktiv zu den Bemühungen um Friedenskonsolidierung in der größeren Gemeinschaft beizutragen.

Fokus auf die besondere Rolle interreligiöser Gruppen

Es gibt viele Handbücher und Bücher, die für Friedensstifter geschrieben wurden. Dies ist ein Leitfaden für interreligiöse Friedensstifter. Es bringt daher eine unverwechselbare Perspektive in die Friedensförderung ein und gründet auf den Werten und den besonderen Potenzialen, die Glaubensgemeinschaften und insbesondere interreligiöse Gremien zur Konflikttransformation haben.

Ein Dokument der Weltkonferenz für Religion und Frieden beschreibt diese Potenziale folgendermaßen:

„Viele Religionen besitzen soziale und moralische Eigenschaften, die ihnen das Potenzial verleihen, als konstruktive Kräfte für Frieden und Konflikttransformation zu wirken. Über die Gesellschaften verstreut und oft auf nationaler und internationaler Ebene organisiert, stellen Religionsgemeinschaften bedeutende potenzielle Kommunikations- und Aktionskanäle dar. Religiöse Traditionen schaffen ethische Visionen, die diejenigen, die an sie glauben, zu kraftvollen Formen engagierten Handelns auffordern können.“ (Cynthia Sampson, „Conflict Transformation Commission Seventh WCRP World Assembly: Preparatory Document“, Weltkonferenz für Religion und Frieden, Amman, Jordanien, 25.-29. November 1999).

Das Potenzial religiöser und spiritueller Gemeinschaften, für den Frieden etwas zu bewirken, wird vervielfacht, wenn man die Prinzipien betrachtet, auf denen interreligiöse Gruppen gegründet sind, und das Engagement für Frieden und Verständnis, das diese Gruppen allein aufgrund ihrer Existenz zeigen. Dieses Engagement ist in den Grundsätzen der United Religions Initiative eloquent festgehalten (vgl Abschnitt Ressourcen dieser Anleitung).

Geerdet in einer positiven Veränderungsperspektive

Positive Ansätze zur Friedensförderung achten besonders auf lokale Ressourcen für den Wandel – jene Stärken, Kapazitäten, bewährten Praktiken und Erfahrungen – die in jeder Kultur vorhanden sind und aktiver für die Friedensförderung mobilisiert werden können. Sie konzentrieren sich auf das, was dem System Leben einhaucht, und arbeiten daran, diese Faktoren zu stärken, anstatt sich in erster Linie darauf zu konzentrieren, die Grundursachen des Konflikts zu analysieren, um sie zu reduzieren. Viele der Aktivitäten in diesem Leitfaden basieren auf einem Ansatz für positive Veränderungen. Eine dieser Methoden, Appreciative Inquiry, verbindet Menschen mit diesen friedenschaffenden Ressourcen und nutzt sie, um eine gemeinsame Vision der Zukunft zu schaffen und zum Handeln zu mobilisieren.

Grundprinzipien für die Leitung interreligiöser Aktivitäten

Hier sind einige Grundprinzipien, die die Autoren dieses Leitfadens für wesentlich halten, um interreligiöse Aktivitäten zu leiten.

Gleichstellung herstellen

Religiöse und spirituelle Traditionen bieten unterschiedliche Wege zur Entdeckung der Wahrheit(en). Bei interreligiösen Zusammenkünften gehen wir davon aus, dass alle Mitglieder der verschiedenen Glaubenstraditionen gleichberechtigt sind. In der interreligiösen Friedensarbeit ist Gleichberechtigung ein zentraler Grundwert.

Entwicklung einer Kultur des Pluralismus und der Inklusion

Ein grundlegender Wert und Grundsatz interreligiöser Gemeinschaftsbildung und Friedenskonsolidierung ist Pluralismus. Sie erkennt das Recht unterschiedlicher Glaubenstraditionen auf Koexistenz an, ohne eine Sicht auf die religiöse Wahrheit zu fördern. Die interreligiöse Gruppe darf niemals ein Raum für Bekehrungsversuche sein. Im Gegenteil, interreligiöse Friedensförderung ist gerade ein Forum zur Förderung der Inklusion aller Glaubensrichtungen und aller Stimmen. Tatsächlich gibt es immer noch Grenzen, die die verschiedenen religiösen und spirituellen Identitäten unterscheiden, die in den interreligiösen Kreis eingebracht werden. Im interreligiösen Kontext dürfen diese Grenzen jedoch nicht hochgehalten oder manipuliert werden, um andere auszuschließen oder bei einigen ein Gefühl religiöser Überlegenheit zu etablieren.

Quelle: United Religions Initiative ~ Interfaith Peacebuilding Guide, August 2004, S. 16-17 Einführung. Web: www.uri.org

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