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Sunday, November 27, 2022

Wie hält die Schweiz die Inflation niedrig?

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Gaston de Persigny
Gaston de Persigny
Gaston de Persigny - Reporter bei The European Times News

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Im Alpenland sind es etwas mehr als 3 % und in der Eurozone – 9 %

In einigen Ländern des Alten Kontinents ist die hohe Inflation das größte Problem, allein in der Eurozone beträgt sie fast 9 Prozent. Es gibt jedoch ein Land in Europa mit relativ niedriger Inflation. Das ist die Schweiz.

Mit einer Inflation im Land von knapp über 3 Prozent bleiben die Preise in der Schweiz relativ stabil. Einer der Gründe ist laut Experten die Stabilität des Schweizer Frankens, der für eine stabile Kaufkraft sorgt.

Ein weiterer sehr wichtiger Faktor sind die Strompreise. Während sie in Deutschland ein Wachstum von 22 % verzeichnete, betrug die Steigerung in der Schweiz nur etwas mehr als 3 %. Das liegt Experten zufolge am relativ geschlossenen Strommarkt des Landes. Mit Hilfe verschiedener Technologien schaffen sie es, den größten Teil des Jahres die Bedürfnisse der Bevölkerung und der Unternehmen zu befriedigen. Das ist auch der Grund, warum die Erschütterungen an den Weltmärkten nicht so stark zu spüren sind.

Die Preisgestaltung im Land ist auch wichtig für eine niedrige Inflation. Bei der Bestimmung des Endpreises ist in vielen Fällen der Arbeitsaufwand das Hauptgewicht und nicht der Preis der Rohstoffe und Produkte.

Ein Beispiel kann Brot genannt werden, denn bei ihm ist die Arbeit das Hauptgewicht bei der Preisbildung in der Schweiz.

Den Angaben zufolge kostet ein durchschnittliches Kilogramm Brot in der Schweiz 5.5 Euro in Euro, in Deutschland 2.4 Euro. Wie funktioniert der Mechanismus, wenn der Mehlpreis um 10 Cent gestiegen ist?

Eine gleichmässige Erhöhung des Mehls um 10 Rappen führt zu einer Brotpreissteigerung von 2 % in der Schweiz und 4 % in Deutschland. Wenn Bulgarien in die Tabelle aufgenommen wird, wird der Prozentsatz hier aufgrund der niedrigeren Arbeitskosten sogar noch höher sein.

Eine weitere Besonderheit der Schweizer ist das besondere Augenmerk auf ihre heimische Produktion. Es sieht den Import von Produkten aus dem Ausland nur dann vor, wenn diese keine direkte Konkurrenz zu lokalen Produzenten darstellen. Auch in der Schweiz gibt es Mechanismen, damit importierte Waren aus Ländern mit höherer Inflation nicht zu spüren sind.

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