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Freitag, Februar 3, 2023

Ein 7,000 Jahre alter Schweizer Gletscher schmilzt wegen des heissen Sommers

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Gaston de Persigny
Gaston de Persigny
Gaston de Persigny - Reporter bei The European Times News

„Was wir beobachten, ist stärker als alles, was wir bisher für möglich gehalten haben“, sagten die Forscher

Einige der kleineren Schweizer Gletscher haben in diesem Sommer bei rekordverdächtiger Hitze erhebliche Mengen an Eis verloren, was Wissenschaftler dazu zwingt, einige ihrer Messprogramme auszusetzen, da kein Eis mehr vorhanden ist, berichtete DPA.

„Was wir beobachten, ist stärker als alles, was wir bisher für möglich gehalten haben“, sagte Matthias Huss, Leiter des Glamos-Gletschermessnetzes an der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Zürich.

Einige Schichten des vor etwa 7,000 Jahren entstandenen Korvach-Gletschers in der Südostschweiz seien geschmolzen, sagte er der DPA. Die Datierung des Eises basiert auf früheren Messungen der Universität Heidelberg, Deutschland.

Das Messprogramm in Korvach werde beendet, weil an den Messstellen kein Eis mehr vorhanden sei, sagte Huss. „Also bleibt uns nur noch, das ganze Material einzusammeln und aufzuräumen.“

Wissenschaftler des Glamos-Programms messen seit Jahrzehnten Gletscher und schätzen die Höhe der Schneedecke im Winter und die Schneeschmelze im Sommer.

Das Team beschloss, seine Messprogramme auf drei kleineren Gletschern 2019 auslaufen zu lassen – am Pizolgletcher, am Vadret dal Korvach und am Schwarzbachfirn.

Kurzfristig hofften sie jedoch, die Messungen etwas länger fortsetzen zu können, da sich die Verlustrate im vergangenen Jahr verlangsamt hatte. „Aber die Verluste in diesem Sommer waren zu groß“, sagte Huss und verwies auf das beispiellos heiße Wetter, wodurch ein weiterer Eisverlust technisch nicht mehr messbar ist.

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