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Mittwoch, November 30, 2022

Marina Ovsyannikova bestätigte, dass sie ihrem Hausarrest entkommen ist

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„Ich halte mich für völlig unschuldig“, sagt der russische Journalist

Die russische Fernsehjournalistin Marina Ovsyannikova, die für ihren On-Air-Protest gegen Russlands Krieg in der Ukraine berühmt wurde, bestätigte heute, dass sie wegen des Vorwurfs der Verbreitung gefälschter Nachrichten aus dem Hausarrest geflohen sei, berichtete Reuters.

 „Ich halte mich für völlig unschuldig und weil unser Land sich weigert, seine eigenen Gesetze einzuhalten. Ich weigere mich, die mir am 30. September 2022 auferlegte Haftmaßnahme einzuhalten, und ich befreie mich davon“, sagte Ovsyannikova auf Telegram.

Ihr Anwalt sagte, sie sollte heute Morgen in Moskau vor Gericht erscheinen, aber die Ermittler konnten sie nicht ausfindig machen.

Die Journalistin wurde im August unter zweimonatigen Hausarrest gestellt, weil sie im Juli protestiert hatte, als sie am Flussufer gegenüber dem Kreml stand und ein Plakat hochhielt, auf dem der russische Präsident Wladimir Putin zum Mörder und seine Soldaten zu Faschisten erklärt wurden.

Bei einer Verurteilung wegen Verbreitung falscher Nachrichten über die russischen Streitkräfte drohen Ovsyannikova bis zu zehn Jahre Haft.

Ihr Hausarrest sollte bis zum 9. Oktober andauern, doch der staatliche Sender RT berichtete am Samstag, dass sie mit ihrer 11-jährigen Tochter geflohen sei und ihr Aufenthaltsort unbekannt sei.

Am Montag tauchte ihr Name zusammen mit einem Foto auf der Online-Fahndungsliste des Innenministeriums auf.

In ihrer Erklärung auf Telegram bestätigte die 44-jährige Journalistin ihre Flucht und kritisierte den gegen sie verwendeten Text des Strafgesetzbuchs. Sie erklärte, dass sie verfolgt werde, weil sie „die Wahrheit gesagt“ habe.

Russland hat am 4. März, acht Tage nach der Invasion von Russland, neue Gesetze gegen die Diskreditierung oder Verbreitung „vorsätzlich falscher Informationen“ über die Streitkräfte verabschiedet Ukraine.

Ovsyannikova erlangte im März internationale Berühmtheit, als sie in den Abendnachrichten des Ersten Kanals Russlands in einem Fernsehstudio mit einem Plakat mit der Aufschrift „Stoppt den Krieg“ und „Sie lügen euch an“ vor die Kamera trat.

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