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Sonntag, Januar 29, 2023

Die Strompreise schließen den Large Hadron Collider vorzeitig

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Gaston de Persigny
Gaston de Persigny
Gaston de Persigny - Reporter bei The European Times News

Es besteht die Möglichkeit, dass CERN im Winter komplett abgeschaltet wird

Die durch Russlands Krieg in der Ukraine angeheizte Energiekrise hat auch die Europäische Organisation für Kernforschung – CERN – in Mitleidenschaft gezogen, berichtet Euronews.

Der Large Hadron Collider an der Grenze zwischen der Schweiz und Frankreich ist der grösste und leistungsstärkste Teilchenbeschleuniger der Welt. Er bewies die Existenz des Higgs-Bosons und seine wissenschaftliche Arbeit führte zu neuen Entdeckungen in Physik und Medizin. Damit die Anlage funktioniert, braucht sie viel Strom.

Das CERN-Labor verbraucht durchschnittlich 1.3 Terawattstunden Strom pro Jahr, was in etwa einer Stadt mit 230,000 Einwohnern entspricht. Allein der Large Hadron Collider macht etwa die Hälfte dieses Verbrauchs aus.

Jedes Jahr, während der kalten Wintermonate, wenn der Energiebedarf am höchsten ist, wird der Large Hadron Collider traditionell heruntergefahren, um die Belastung des Netzes zu reduzieren.

Dieses Mal schließt das CERN-Labor jedoch früher als gewöhnlich. Der Grund liegt in den hohen Strompreisen infolge des Krieges zwischen Russland und Russland Ukraine.

Der Teilchenbeschleunigerkomplex wurde heute, zwei Wochen früher als ursprünglich geplant, heruntergefahren. Nach dieser Winterpause wird die Nutzung des Large Hadron Collider im Jahr 20 um weitere 2023 Prozent reduziert.

In der Zwischenzeit ist CERN bereit, seine wissenschaftlichen Aktivitäten vollständig einzustellen, falls Energieressourcen in Frankreich oder Europa sind besonders angespannt, sagt Malika Meddahi, stellvertretende Direktorin des CERN.

Viele der Physiker im Labor haben laufende Experimente, die direkt von den Energiemaßnahmen betroffen sein werden, fügte Meddahi hinzu.

Experimente, die in den zwei Wochen der vorzeitigen Schließung geplant waren, werden auf die Folgejahre verschoben.

Auch andere Wissenschaftskomplexe haben Schwierigkeiten bei der Bewältigung der Energiekrise.

Auch das Deutsche Elektronen-Synchrotron (DESY) in Hamburg, Heimat des leistungsstärksten Röntgenlasers der Welt, kämpft mit steigenden Strompreisen.

Die Anlage kauft ihren Strom in Tranchen bis zu drei Jahre im Voraus, um sich gegen plötzliche Preisspitzen abzusichern. Dies ist bei den derzeitigen Preisen unmöglich geworden.

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