Menschen, die zu viel Zeit im Bett verbringen, haben ein höheres Sterberisiko.
Wer regelmäßig erst nach Mitternacht einschläft, für den ist das möglicherweise mehr als nur eine schlechte Angewohnheit. Wissenschaftler der Universität Southampton vermuten, dass spätes Zubettgehen mit höherer Intelligenz zusammenhängen könnte.
Eine Studie mit über 1,200 Teilnehmern zeigt, dass Menschen mit einem IQ über 125 eher nach Mitternacht ins Bett gehen und später aufstehen als andere. Die in der National Library of Medicine veröffentlichten Ergebnisse offenbaren einen interessanten Zusammenhang: „Nachteulen“ haben nicht nur einen höheren IQ, sondern erzielen oft auch höhere Einkommen und weisen eine höhere Lebenszufriedenheit auf.
Natürlich weisen Wissenschaftler darauf hin, dass der Kausalzusammenhang nicht völlig eindeutig ist. Es ist möglich, dass Menschen mit höherem Einkommen einfach mehr Freiheit bei der Gestaltung ihres Tagesablaufs haben, ohne gezwungen zu sein, früh aufzustehen.
Trotz dieser kuriosen Erkenntnisse sind sich Experten einig: Ein nächtlicher Rhythmus ist nicht unbedingt gesund.
Eine weitere Studie, die von der Universität Birmingham durchgeführt und im Journal of the American Heart Association veröffentlicht wurde, zeigt, dass das Einschlafen nach 2 Stunden Schlaf das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen um etwa 16 % erhöht.
Darüber hinaus haben Menschen, die zu viel Zeit im Bett verbringen (über 12 Stunden), ein höheres Sterberisiko als diejenigen, die etwa 7–8 Stunden schlafen.
Ein „Nachteule“ zu sein, bedeutet nicht zwangsläufig ein Problem – und kann sogar mit gewissen Vorteilen verbunden sein. Das ist aber weder ein Grund zum Stolz noch eine Entschuldigung für einen ungesunden Tagesablauf.
Das Wichtigste bleibt die Balance – ausreichend Schlaf, abgestimmt auf die Bedürfnisse des Körpers, unabhängig davon, ob man früh oder spät ins Bett geht.
Beispielfoto von Polina: https://www.pexels.com/photo/a-woman-sleeping-wearing-a-sleep-mask-6541206/
