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Freitag, Oktober 7, 2022

Schweiz: Entwurf eines Anti-Terror-Gesetzes schafft „gefährlichen Präzedenzfall“, warnen Rechtsexperten

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Die Suizidprävention in Afrika zu einer Priorität machen, fordert die UN-Gesundheitsbehörde die Regierungen auf

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Wussten Sie, dass Afrika die hat höchste Selbstmordrate in der Welt? Um diese besorgniserregende Statistik umzukehren, hat die UN-Gesundheitsbehörde WHO am Donnerstag ein soziales Netzwerk gestartet Kampagne um das Bewusstsein für psychische Erkrankungen zu schärfen, von denen angenommen wird, dass sie bis zu 11 Prozent der mit Suizid verbundenen Risikofaktoren ausmachen.

Die neue WHO-Strategie zielt darauf ab, die schnelle Reaktion auf gesundheitliche Notfälle zu stärken

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Inmitten weltweit zunehmender gesundheitlicher Notlagen – wie der COVID-19-Pandemie, klimabedingter Krisen und des Krieges in der Ukraine – hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Mittwoch eine Initiative zur Stärkung der schnellen Reaktion angekündigt. 

Demenz: Die WHO veröffentlicht einen Entwurf zur Bewältigung der Gesundheitsprobleme der Generationen

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Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO), die am Dienstag den allerersten Forschungsplan zur Bekämpfung der Krankheit vorgestellt hat, ist Demenz eine der größten gesundheitlichen Herausforderungen unserer Generation
Es ist an der Zeit, psychische Gesundheitsprobleme am Arbeitsplatz anzugehen, fordern UN-Agenturen

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Mit geschätzten 12 Milliarden verlorenen Arbeitstagen pro Jahr aufgrund von Depressionen und Angstzuständen, die die Weltwirtschaft fast 1 Billion US-Dollar kosten, sind weitere Maßnahmen erforderlich, um psychische Gesundheitsprobleme am Arbeitsplatz anzugehen, so die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die Internationale Arbeitsorganisation (ILO). Am Mittwoch. 

Der Gesetzentwurf, der derzeit dem Schweizer Parlament vorliegt, erweitert die Definition von Terrorismus und verlangt überhaupt keine Straftat mehr, forderten sie in einem Plädoyer für eine Umkehrung durch den Gesetzgeber in letzter Minute. 

„Expansive“ Definition von Terrorismus 

Unter Berufung auf internationale Standards definieren die Experten Terrorismus als Einschüchterung oder Nötigung von Bevölkerungen oder Regierungen durch Gewalt, die zum Tod oder zu schweren Verletzungen oder zur Geiselnahme führt. 

Nach dem Gesetz können „terroristische Aktivitäten“ sogar rechtmäßige Handlungen umfassen, die darauf abzielen, die verfassungsmäßige Ordnung zu beeinflussen oder zu modifizieren, wie legitime Aktivitäten von Journalisten, der Zivilgesellschaft und politischen Aktivisten. 

„Die Ausweitung des Terrorismusbegriffs auf jede gewaltfreie Kampagne zur Verbreitung von Angst geht weit über das geltende schweizerische innerstaatliche Recht hinaus und verstößt gegen internationale Standards“, sagte die Experten, die alle von der UN ernannt wurden Menschenrechtsrat

„Diese übermäßig weitreichende Definition stellt einen gefährlichen Präzedenzfall dar und läuft Gefahr, als Modell für autoritäre Regierungen zu dienen, die versuchen, politischen Dissens zu unterdrücken, unter anderem durch Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Bestrafung.“ 

Auch andere Passagen des Gesetzesentwurfs haben Bedenken geäußert, etwa jene, die der Bundespolizei weitreichende Befugnisse geben, „potenzielle Terroristen“ zu benennen und präventive Maßnahmen gegen sie zu beschließen.  

Fachwissen zurückgegangen 

Zuvor hatten die Rechteexperten die Schweizer Behörden angeschrieben und ihre Besorgnis über die Unvereinbarkeit des Gesetzentwurfs zum Ausdruck gebracht Menschenrechte und internationale Best Practices in der Terrorismusbekämpfung. Es wurden jedoch keine Änderungen vorgenommen. 

 „Obwohl wir die ernsthaften Sicherheitsrisiken des Terrorismus anerkennen, bedauern wir sehr, dass die Schweizer Behörden diese Gelegenheit abgelehnt haben, von unserer technischen Hilfe und unserem Fachwissen zu profitieren, wie man wirksame Präventivmaßnahmen mit der Achtung der Menschenrechte kombinieren kann“, sagten sie. 

 Die Experten forderten die Schweizer Parlamentarier auf, das traditionell starke Engagement ihres Landes für die Menschenrechte im Auge zu behalten, und forderten sie auf, ein Gesetz abzulehnen, das „das ansonsten starke Menschenrechtserbe der Schweiz nachhaltig beschmutzen wird“. 

Rolle der UN-Sonderberichterstatter 

Die fünf Experten sind allesamt UN-Sonderberichterstatter, die den Auftrag haben, Menschenrechtssituationen in bestimmten Ländern oder thematische Probleme in allen Teilen der Welt zu überwachen. 

Sie sind weder UN-Mitarbeiter noch werden sie von der Organisation bezahlt.  

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