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Freitag, Dezember 2, 2022

In Bulgarien gibt es keinen Entschädigungsmechanismus für Opfer von Menschenhandel

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Bulgarien hat keinen Mechanismus zur Entschädigung von Opfern des Menschenhandels. Deutlich wurde dies bei einer dem Thema gewidmeten Diskussion anlässlich des Europäischen Tages gegen Menschenhandel.

Mut sei ein Schlüsselwort für das Anti-Trafficking-Team der Kommission, sagte die stellvertretende Innenministerin Monica Beecher bei der Eröffnung des Forums. Sie hob die großen Herausforderungen des vergangenen Jahres für die Kommission zur Bekämpfung des Menschenhandels hervor und erklärte, dass dieser stabilisiert worden sei. Von den in den letzten zwei Monaten erfolgreich abgeschlossenen Arbeiten berichtete sie auch.

Ohne nachhaltige Richtlinien und echte Maßnahmen hinter diesen Richtlinien werden keine Ergebnisse erzielt, sagte Beecher. Menschenhandel sei ein sehr wichtiges Thema, fügte sie hinzu und stellte klar, dass das Problem nicht nur Migranten betreffe, sondern auch weiße Sklaven.

Die Kommission, so ihre Worte, sollte in der Lage sein, Hand anzulegen und zu helfen, wo es nötig ist. Genau das ist die Arbeit des Ausschusses.

Beecher drängt auf eine echte Durchsetzung von Richtlinien zur Bekämpfung des Menschenhandels. „Wir arbeiten an einer Strategie zur Bekämpfung des Menschenhandels. Es ist sehr wichtig, gute Praktiken auszutauschen“, sagte auch der stellvertretende Innenminister und erklärte: „Ohne Mut gibt es keine Ergebnisse.“

Nun ist es das Bestreben des Innenministeriums, weitere Experten für die Kommission zu gewinnen. Ohne angemessene medizinische Versorgung haben die Opfer laut Monica Beecher keine Möglichkeit, ihre Probleme zu überwinden. Die Kommission sollte etwas robuster sein, sagte sie, und die Selbstkontrolle, angemessene Strafen für Menschenhändler sowie die Vorbeugung des Problems betonen, um das Problem im Voraus anzugehen.

Antoineta Vasileva, Erste Stellvertretende Ministerpräsidentin der Expertengruppe zur Bekämpfung des Menschenhandels im Rat von Europa, dankte dafür, dass die Kommission gestärkt worden sei. Bulgarien hat ihren Rechtsrahmen in diesem Bereich ihrer Meinung nach erfolgreich entwickelt, aber es sind dringende Maßnahmen erforderlich, die unser Land ergreifen muss. Dies gilt auch für andere europäische Länder, die vom Rat kritisiert wurden Europa zur Erhebung von Daten über Opfer des Menschenhandels.

Die meisten Länder sammeln nicht genügend Daten, um ein wirkliches Bild des Problems des Menschenhandels zu erhalten. Die Entschädigung der Opfer durch die Menschenhändler ist ein Problem. Eine vollständige Entschädigung gebe es selten, sagte Vasileva. Die Parteien sollten laut ihr diese Entschädigung für die Opfer garantieren. Daher schlägt der Europarat vor, dass die Länder einen Fonds für solche Entschädigungen einrichten. Ein solches Opferentschädigungssystem existiert in den Niederlanden, Island und Schweden. Umfassende Richtlinien seien erforderlich, sagte auch Antoineta Vasileva.

Quelle: news.bg

Foto: BGNES

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